Mit Mut und Herzblut zu neuen Ideen in der Direktvermarktung
Runder Tisch Regionalvermarktung präsentiert Beispiele für clevere Kooperationen
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© AELF FU, Annja Herrmann
Der Runde Tisch Regionalvermarktung des Amtes für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten Fürth-Uffenheim und die Initiative Gutes aus dem Fürther Land der Regional- und Wirtschaftsförderung des Landkreises Fürth luden Ende Februar 2026 zu einer Informationsveranstaltung in den Bürgersaal in Cadolzburg ein. Zahlreiche Direktvermarkter aus der Region und Vertreter der Veranstalter tauschten Erfahrungen aus und knüpften Kontakte.
Im Mittelpunkt standen die Vorträge der drei Referenten David Baumann vom Baumannshof in Obernzenn, Anna Bayer-Zachmaier und Manuela Duri vom Kindergarten St. Martin in Nürnberg und Eva Zwingel von Grischberli aus Fürth.
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Ein ähnliches Konzept verfolgt er auch mit dem sog. Retterobst- und gemüse, indem er seinen Kunden "krumme" Lebensmittel zu einem günstigeren Preis anbietet. Die Kunden unterstützen diese Aktionen. Obst- und Gemüse sind ein Naturprodukt und kann und darf sich in Form und Farbe unterscheiden bei gleichbleibendem Geschmack und Qualität. Durch sein großes Netzwerk und sein Engagement profitieren David Baumann, seine Partner und seine Kunden voneinander und "das Geld bleibt in der Region".
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Mittlerweile ist das Mittagessen bei den Kindern die Hauptmahlzeit des Tages", so Duri. Allerdings kommt das Feedback von den Kindern prompt und direkt, was sie selbst aber sehr schätzt. "Es werden bei uns auch Sellerie und Pastinaken gegessen", betont die Köchin. "Dafür gehen wir mit den Kindern auch gerne mal auf einen Bauernhof oder zu einem Gemüsebauern und zeigen ihnen, dass Rosenkohl an einem Stil wächst und wie Kartoffeln geerntet werden."
Zu den regionalen Lieferanten gehört auch eine italienischer Lieferant, denn Nudeln müssen bei Kindern einfach sein. Die Leiterin, Anna Bayer-Zachmaier, listet in ihrer Präsentation auch ganz offen die Kosten für das Mittagessensangebot auf. Dabei kommt das tägliche Gericht mit einer Vor- oder Nachspeise bei fast 100 Kindern auf 4 Euro und ist damit durchaus vergleichbar mit den Preisen bei anderen Kitas, die ihr Essen von einem externen Caterer beziehen. "Wir haben den Vorteil, dass wir Platz für eine Küche haben, unser Träger uns freie Hand lässt und die Eltern es schätzen, wenn ihre Kinder selbst gekochtes und regionales Essen bekommen", so Frau Bayer-Zachmaier.
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Auf ca. 1 Hektar Feld bauten sie die ersten speziellen Chips-Kartoffeln an, mit 15 Hofläden und 3 Supermärkten starteten sie den Prelaunch und heute verkaufen sich die Grischberli in drei Geschmacksrichtungen sehr gut und seit kurzem wurde das Sortiment noch um geröstete und gesalzene Erdnüsse aus eigenem Anbau erweitert. "Wir machen nur Sachen, die uns auch schmecken", so Eva Zwingel und sie lässt die Kunden auch durch Instagram-Stories etc. direkt an ihren Erfahrungen und den Geschichten rund um sich und ihre Produkte teilnehmen. Nah am Menschen dran!
Die Teilnehmer zeigten sich beeindruckt und begeistert von den drei Präsentationen und den mutigen und erfolgreichen Konzepten der Vortragenden. Ein Besucher brachte es auf den Punkt: „Das Miteinander haben wir ein bisschen verlernt. Wir müssen wieder mehr voneinander lernen! Mehr miteinander reden und an einem Strang ziehen." Und genau darum geht es bei der Veranstaltung des Runden Tischs Regionalmanagement: Durch den Austausch und das Netzwerken der Teilnehmer kann Regionalität, Qualität und Vielfalt unterstützt und vorangebracht werden. Frau Heidbrink, Sachgebietsleiterin der Gemeinschaftsverpflegung am Amt für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten Fürth-Uffenheim betonte zum Abschluss: "Transparenz und positives Gestalten führen zum Erfolg und dann werden für gute und regionale Produkte auch gerne ein angemessener Preis bezahlt."

