Versuchsberichte Petersilie 2025
Zoombild vorhanden
© Birgit Rascher AELF FU
In Zusammenarbeit mit der Bayerischen Landesanstalt für Wein- und Gartenbau (LWG) führt die Abteilung Gartenbau des Amtes für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten Fürth-Uffenheim pflanzenbauliche Versuche in Praxisbetrieben im Fürther Knoblauchsland durch. 2025 wurde die Schnittpetersilie getestet, eine Kultur mit großer Bedeutung im Anbaugebiet. Der hohen Wertschöpfung steht ein hohes Krankheitsrisiko gegenüber. Untersucht wurden verschiedene Petersiliensorten.
In einem Schnittkräuterbetrieb im Nürnberger Knoblauchsland wurde 2025 ein Tastversuch mit sechs Sorten in einem direkt gesäten Bestand Schnittpetersilie durchgeführt. In zwei Erntegängen wurden bei der Sorte 'Felicia' 2,86 kg/m² Blattware geerntet. Diese Sorte vom Typ Amsterdamer Schnitt zeigt eine gute Widerstandskraft gegen bakteriell verursachte Blattflecken. 'Laura' (Einfache Schnitt) ist ebenfalls widerstandsfähig, zeigt aber bei Hitze weiße trockene Blattspitzen, die von den Abnehmern nicht gerne gesehen werden. Den höchsten Ertrag liefert 'Laica' (Gigante d’Italia). Alle Sorten dieses Typs sind anfälliger für bakteriell verursachte Blattflecken.
In einem Schnittkräuterbetrieb im Nürnberger Knoblauchsland wurde 2025 ein aktuelles Sortiment Petersilie miteinander verglichen. Es wurden zwei Schnitte durchgeführt. Die Sorte 'Felicia' vom Typ Amsterdamer Schnitt überzeugt mit dem höchsten marktfähigen Ertrag, 3,1 kg marktfähige Schnittware. Die Sorte 'Laura' (Einfache Schnitt) und 'Topit' (Gigante d´Italia) erzielen knapp 2,9 kg/m² marktfähige Blattware. Es herrscht im Versuchszeitraum ein erheblicher Druck durch Septoria-Blattflecken und gegen Ende des Erntezeitraums durch Falschen Mehltau.

