Auch die kleinste Fläche zählt
Heimische Wildstauden: Hingucker, Lebensraum, Klima-Genies
Zoombild vorhanden
© Elena Buratti (AELF FU)
Im Demonstrationsgarten des Amtes für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten Fürth-Uffenheim (AELF) gibt es Neues zu entdecken. 18 Heimische Wildstauden blühen in einem kleinen Sandbeet mit Insektentränke - ein Lebensraum für die Insekten.
Doch nicht nur sie werden von dem Beet angelockt, auch der Fürther Landrat Bernd Obst kam im Juli 2026vorbei, um sich das Beet mit den Wildstauden anzusehen. Mit dabei waren Behördenleiter Dr. Herbert Siedler, Vertreter des Bayerische Gärtnereiverbands, der Staudengärtnerei Ehrhardt, der Noris Inklusion Fürth und natürlich Mitarbeiter des AELF.
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© Elena Buratti (AELF FU)
Denn Stauden beugen der Überhitzung des Bodens durch Verdunstungskühlung vor. Zum Vergleich: Im Sommer misst eine Asphaltfläche oft 45° Celsius oder mehr. Eine gemähte Wiese misst immer noch 40° Celsius. In einer Blühwiese heizt sich der Boden nur noch auf ca. 33° Celsius auf, also ganze 12 ° Celsius weniger als der Asphalt. Daher sind solche Klimainseln mit heimischen Wildstauden gerade in den Städten wichtig – nicht nur für die Insekten, auch die Menschen profitieren davon. „Oft sind es eben die kleinen Dinge, die für die Welt wichtig sind“ fasste es Behördenleiter Dr. Siedler vom AELF FU zusammen.
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© Elena Buratti (AELF FU)
Mit dem Projekt „Heimat.pflanzen – für Insekten“ sollen die Produktion und die Verwendung von heimischen Wildpflanzen sowie das Wissen über ihre Bedeutung für unsere heimischen Insekten wieder in das Bewusstsein der Bevölkerung getragen werden.
Da nicht jede Staude für jede Fläche geeignet ist, wurden sogenannte Blühpakete mit passenden Wildstauden zusammengestellt. Mit wenig Aufwand können so auch die kleinsten Flecken mit Leben gefüllt werden. Landrat Bernd Obst zeigte sich sichtlich begeistert von den hübschen Pflanzen, die in dem kleinen Sonnenbiotop buchstäblich „in den Sand gesetzt“ wurden und so auch noch leicht zu pflegen sind.

