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50 Jahre WEZ Tennenlohe - ein Grund zum Feiern, © Annja Herrmann (AELF FU)
Das Walderlebniszentrum in Tennenlohe (WEZ) feiert seinen 50sten Geburtstag
Mit einem öffentlichen Festakt auf dem Gelände des Walderlebniszentrums Tennenlohe würdigten Forstministerin Michaela Kaniber und Innenminister und Vorsitzender des Freundeskreises Joachim Herrmann die Geschichte und die Arbeit des WEZ der letzten 50 Jahre. Als ältestes und flächenmäßig größtes Walderlebniszentrum in Bayern ist das WEZ in Tennenlohe heute nicht mehr wegzudenken. Es begeisterte seit seiner Gründung zehntausende Kinder, Jugendliche und Erwachsene für den Wald als Lebensraum, Wirtschaftsfaktor und vieles mehr. Im Bereich Waldpädagogik begleiten die Mitarbeiter des WEZ ca. 6500 Besucher pro Jahr mit Führungen durch die Themen des Waldes und seiner Bewohner.
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Ehrengäste beim Festakt zum 50jährigen Jubiläum des WEZ in Tennenlohe © Annja Herrmann
Nadja Gebhardt, Bereichsleiterin Forsten am Amt für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten Fürth-Uffenheim, zu dem das WEZ gehört, eröffnete den Festakt und begrüßte zahlreiche Ehrengäste. Neben Forstministerin Kaniber und Innenminister Herrmann war auch der Altoberbürgermeister Dietmar Hahlweg gekommen, der 1976 maßgeblich an der Entstehung des Waldmuseums, wie man es zuerst nannte, mitgewirkt hatte. Gründer des Museums war Helmut Horneber, der damalige Leiter des Forstamts Erlangen, der diese Idee von einer Schwedenreise mitgebracht hatte und die Bedeutung der Information der Bürger zum und über den Wald erkannte. Er selbst verstarb 2023 und deshalb waren stellvertretend seine Nachkommen Annette und Stefan Horneber anwesend.
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Forstministerin Michaela Kaniber bei ihrer Festansprache im WEZ © Annja Herrmann
Forstministerin Michaela Kaniber hob die Leidenschaft hervor, mit der sich die Mitarbeiter des WEZ in den 50 Jahren für den Wald einsetzten und der Waldpädagogik, die seit mehr als 25 Jahren gesetzlicher Bildungsauftrag der Forstverwaltung ist, bereits vor 50 Jahren einen Raum gab. Zuerst als Waldmuseum mit dem Schwerpunkt Gerätschaften der Waldwirtschaft und deren Funktion und Nutzung der Bevölkerung näher zu bringen. 1995 wurde es zum Waldinformationszentrum (WIZ) umbenannt, dessen Aufgabe es war, Wissen über den Wald und seine Bedeutung weiterzugeben. Zielpublikum waren vorwiegend Erwachsene aus den Städten Erlangen und Nürnberg. Mit Aufnahme der Waldpädagogik in das Waldgesetz änderte sich die Ausrichtung des Zentrums hin zur Umsetzung der Richtlinie Waldpädagogik. 1999 erhielt das Zentrum seinen heutigen Namen "Walderlebniszentrum" (WEZ). Im Mittelpunkt steht seither die Pädagogik als Transportmittel von Inhalten und Botschaften an alle Bevölkerungsgruppen. Ein Schwerpunkt sind seitdem die zahlreichen Führungen für Schulklassen auf dem Gelände.
"Hier, mitten in der Metropolregion Nürnberg wird Waldpädagogik seit fünf Jahrzehnten gelebt. In unserer digitalen Welt wird es immer wichtiger, ein Bewusstsein für unsere Wälder zu schaffen. Denn nur was wir kennen, können wir auch schützen. Genau das leistet Tennenlohe seit vielen Jahren, jeden Tag, für alle Generationen.", so Michaela Kaniber in ihrer Festansprache.
Innenminister Joachim Herrmann, der seit 20 Jahren Vorsitzender des Fördervereins des Walderlebniszentrum Tennenlohe e.V. ist und somit lange Jahre die Arbeit des WEZ direkt miterleben konnte, ist dem WEZ sehr verbunden: "Das Walderlebniszentrum macht den Wald erlebbar. Seit seiner Gründung begeistert es Generationen von Besucherinnen und Besuchern für Natur, Wald und nachhaltige Forstwirtschaft. Wer den Wald mit allen Sinnen entdeckt, versteht seinen Wert und entwickelt ein nachhaltiges Bewusstsein für den Schutz unserer Wälder als unverzichtbare Lebensgrundlage. Das gilt gerade auch mitten im Ballungsraum Nürnberg-Fürth-Erlangen." Herrmann hob hervor, dass ein Drittel der Fläche Bayern Wald sei und auch deshalb der Schutz des Waldes eine wichtige Aufgabe sei.
Joachim Herrmann betonte auch, dass es das WEZ in seiner heutigen Form nicht gäbe, wenn nicht Helmut Horneber, damaliger Leiter des Erlanger Forstamts, hartnäckig für die Errichtung des Waldmuseums gekämpft hätte.
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Das Haupthaus des WEZ heißt zukünftig "Helmut Horneber Haus" © Annja Herrmann
Horneber erkannte schon damals die Bedeutung des Waldes für Klima und Lebensqualität. Herrmann hob zudem die Bedeutung des Waldes für Klima und Lebensqualität hervor. Ein Drittel der Fläche Bayerns sei Wald, weshalb der Schutz dieser natürlichen Lebensgrundlagen eine zentrale Aufgabe bleibe. Dabei sei es wichtig, Fortschritt und Naturschutz gemeinsam zu denken. Helmut Horneber zu Ehren trägt nun das Haupthaus des WEZ den Namen "Helmut Horneber Haus". Feierlich enthüllten Forstministerin Michaela Kaniber und Innenminister Joachim Herrmann den Schriftzug am Eingang des Hauses. Die Nachkommen Hornebers, Annette und Stefan Horneber freuten sich über die Ehre, die dem ehemaligen Leiter des Forstamtes Erlangen posthum zuteil wurde.
Musikalisch umrahmt wurde der Festakt vom Kinderchor der 2. Klasse der Grundschule Tennenlohe. Im Anschuss an den offiziellen Festakt führte Reinhard Brem, der Leiter des Walderlebniszentrums die Gäste noch durch die Anlage mit seinen verschiedenen Themenhäusern. Ein eindrucksvolles Bild war für die Gäste der Torbogen am anderen Ende des Geländes, der den Druchmesser eines der größten Bäume der Welt symbolisiert. Mit seinen ca. 7 Metern Durchmesser zeigt er eindrücklich wie groß und stark Bäume werden können. Der größte Baum der Welt steht im Sequoia-Nationalpark in Kalifornien. Der Durchmesser des General Sherman Tree beträgt 11,1 Meter an der Stammbasis und hat einen Umfang von 31 Metern. Doch auch die 7 Meter sind schon sehr eindrucksvoll wie das Foto mit den beiden Ministern zeigt.