Projekt in der Metropolregion Nürnberg
Urban Gardening: Lust auf Gemüse in der Stadt

Logo und Schriftzug Urban Gardening

Viele Menschen sehnen sich nach mehr Natur in der Stadt. Die Bereitschaft essbare Pflanzen im eigenen Garten, im Hochbeet oder auf dem Balkon anzupflanzen, nimmt bei vielen Bürgern wieder zu.

Die Bayerische Gartenakademie an der Landesanstalt für Weinbau und Gartenbau (LWG) Veitshöchheim führt gemeinsam mit dem Amt für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten (AELF) Fürth und Kooperationspartnern ein Projekt zum Thema "Urban Gardening - Lust auf Gemüse in der Stadt" in der Metropolregion Nürnberg durch.

Nicht nur die Lust am Gärtnern spielt eine Rolle, sondern auch:

  • Regionalität (Nahrung wird dort hergestellt, wo sie verzehrt werden soll)
  • Biodiversität (Erhaltung der Artenvielfalt und alter Sorten)
  • Reduzierung des Primärenergieverbrauchs bei der Herstellung und Verteilung der Lebensmittel
Hier finden Sie die Präsentationsfläche in Erlangen:
Amt für Ernährung, Landwirtschaft und Forsten Fürth
Außenstelle Erlangen, Bereich Forsten
Universitätsstraße 38, 91054 Erlangen

Aktuelles

Gartensaison im Demonstrationsgarten in Erlangen eröffnet

Die Urban Gardening-Schaufläche in der Universitätsstraße in Erlangen ist seit Mai 2019 wieder für die Besucher offen. Staatsminister und Schirmherr Joachim Herrmann freute sich bei der Eröffnung über die Vielfalt von Gemüse- und Kräuterpflanzen. Er brachte an einem der Bäume ein Insektenhotel an, das die Entwicklung der Artenvielfalt auf der Fläche unterstützen soll.
In diesem Jahr gibt es bestehende Varianten (Hochbeet, mobiles Gärtnern, vertikales Gärtnern und Hydroponik) und Neuheiten: So bereichern beispielsweise eine Blühfläche mit Bienenfutterpflanzen, Vogelhäuschen und ein Igelhotel die Schaufläche und sollen für mehr Artenvielfalt in dem kleinen Stadtgarten sorgen.
Fisch düngt Pflanze
Auch innovative Lösungen für die Nahrungsmittelproduktion im städtischen Bereich können besichtigt werden: Neben der bestehenden hydroponischen Anlage, in der Salate und andere Gemüsepflanzen pflegeleicht heranwachsen, gibt es nun auch eine Aquaponik-Anlage zu sehen. Letztere verbindet die Fischzucht mit der Pflanzenzucht in einem Kreislaufsystem. Unter dem Motto "Fisch düngt Pflanze" wachsen dort Tomaten, Salate & Co. Mikroorganismen verwandeln dabei die Ausscheidungen der Fische in Nährstoffe für die Pflanzen um. Dieses System spart somit Wasser und Dünger ein.
Terrabioponik - eine andere Form der Düngung im Gemüsebeet
Mit einer anderen Form der Düngung im Gemüsebeet befasst sich die "Terrabioponik". Herzstück des Kreislaufsystems ist ein "Wurmkomposter". Die Nährstoffe aus dem Kompost und die sogenannte Wurmlosung sorgen für ausreichend Nährstoffe in den einzelnen Pflanzgefäßen.
Der Garten ist bis zum Herbst 2019 öffentlich zugänglich. Informationen zu den einzelnen Bereichen findet der Besucher an den Stationen.

Schwerpunkte

Bevölkerung zu eigenem Anbau bewegen

Mit dem Projekt soll der Zusammenhang zwischen regionaler (Eigen-)Produktion und gesunder Ernährung im städtischen Bereich aufgezeigt und die Bevölkerung motiviert werden, sich zumindest teilweise mit Gemüse aus eigenem Anbau wieder selbst zu versorgen. Der Umgang mit Erde und Pflanzen, das Wiedererlernen gärtnerischer Fähigkeiten sowie das Kennenlernen alter und neuer Gemüsesorten können zu einer Erhöhung der Wertschätzung unserer Lebensmittel beitragen.

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Grenzenlose Freiheiten beim Gartln
Unter dem Motto "Lust auf Gemüse in der Stadt" sind in der Universitätsstraße unter anderem zu sehen:
  • Hochbeete als mobile und stationäre Varianten
  • Pflanzkisten, Pflanzkübel und Pflanzsäcke
  • Kistengarten für Balkon, Terrasse oder Innenhof
    • In Bäckerkisten können bereits ab einer Größe von weniger als einem halben Quadratmeter zum Beispiel Kohlrabi, Salate, Radieschen oder Spinat geerntet werden.
    • Auch Küchenkräuter wie Schnittlauch, Petersilie und Dill eignen sich für das Einsteiger-Gemüsebeet in der Kiste.
  • Hydroponische Systeme, z. B. "Deep Water Culture" - Salat wächst in Nährlösung bodenunabhängig, gesund und sauber
Salat an der Wand: Geht nicht, gibt's nicht!
Gezeigt werden auch innovative Möglichkeiten des Gemüseanbaus in der Stadt: Unterschiedliche vertikale Systeme an der Hauswand für den kleinen und großen Geldbeutel zeigen, dass Gemüseanbau in der Stadt auch mit sehr wenig Platz auskommt. Hierzu zählen das sogenannte "Living Wall System" ebenso wie bepflanzte Paletten an der Wand. In "Pflanztürmen", die platzsparend in die Höhe gehen, gedeihen Salate, Kohlrabi und Petersilie gleichermaßen.
Die Jungpflanzen, die im Rahmen des Projekts zur Verwendung kommen, stammen aus der Produktion der regionalen Gärtnereien vor Ort. Bei der Direktsaat in die Hochbeete kommt ausschließlich Bio-Saatgut zum Einsatz.

Kontakt

Ansprechpartner

Gundula Holm
AELF Fürth
Jahnstraße 7, 90763 Fürth
Telefon: +49 911 99715-413
Fax: 0911 99715-600
E-Mail: poststelle@aelf-fu.bayern.de

Florian Demling
LWG Veitshöchheim
Ansprechpartner Vertikales Grün
Tel.: 0931 9801 421
E-Mail: poststelle@lwg.bayern.de

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